Geschichte

Es war einmal ...

So die ersten Zeilen der Vereinschronik, die unser Angelfreund Helmut Leithold verfasst hat.

Im August 1968 rief der damalige Bürgermeister der Stadt Laatzen, Georg Heuer, alle Angelfreunde in Laatzen zusammen,                           um auszuloten, ob Interesse an der Gründung eines Fischereivereines bestand.

Es fanden sich zur Gründungsversammlung, am 20. Oktober 1968, im Jugendraum (hinter der Alten Kapelle)                                       17 Personen und weitere 12 Interessenten ein, so dass der Bürgermeister Georg Heuer gegen 11.00 Uhr verkünden konnte, dass der


Fischerei- und Freizeitverein Laatzen

gegründet worden ist.

Als Gewässer wurden die im Laatzener Raum und im städtischen Besitz befindlichen Tonkuhlen                                                       (entstanden Anfang des Jahrhunderts durch Tonabbau für die Laatzener Ziegeleien) "Langer Teich", "Kraut- und Wiesen-Teich"                  sowie die "Alte Leine" (ca. 7,5 ha) gepachtet.                                                                                                                  Ein Raum im "Luftbad" (damaliges Freibad der Stadt Laatzen - heute Wiesendachhaus) galt als Vereinstreff.                                    Neben der Angelei hatte es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, die Natur zu hegen und zu pflegen.

Die Mitgliederzahl des Vereins wuchs schnell, so dass im Jahr 1970 bereits 75 Mitglieder zu verzeichnen waren.                                              Im Jahre 1972 konnte ein neuer Teich, der "Stückenfeldteich", gepachtet werden.

Schon zu dieser Zeit wurde festgestellt, dass ein Verlandungsprozess durch starke Seerosenbestände in den "alten Tonkuhlen" schwer aufzuhalten war.

Die Gründung einer Jugendgruppe erfolgte 1975 mit 14 Jugendlichen.

Der Gewässerobmann Leithold forderte während einer Jahreshauptversammlung den Beitritt zum VDSF.

Die Anpachtung weiterer Gewässer, wie "Teufelskuhle" und "Sportteich" erfolgten.

Neben der Angelei wurde weiter auf Vereinsveranstaltungen wert gelegt, so wurde 1975 ein großes Kinder- und Sommerfest                  und Anfang 1976 erstmals ein "Osterfeuer" im Luftbad durchgeführt.

Die Mitgliedergrenze von 100 wurde 1977 erreicht. Die hannoverschen Fischereivereine schlossen sich unter                                         dem Vorsitz von Klaus Kurtz zur "Gemeinschaft hannoverscher Sportfischer" zusammen                                                                            und konnten das "Gemeinschaftsgewässer Koldingen" vom damaligen Großraum Hannover pachten.

Da sich die Wasserverhältnisse 1978 in der "Neuen Leine" grundsätzlich verbessert hatten, pachtete der FV Laatzen die Gewässerstrecke im Bereich der Stadt Laatzen an.

Ein verheerendes Fischsterben 1980 im "Langen Teich" löste auch bei den Politikern Betroffenheit aus                                                         und ermöglichte dadurch eine Entschlammungsmaßnahme, die in der Zeit vom 01.10. - 10.12.1980                                                 für 180.000 DM durchgeführt und abgeschlossen wurde.

Durch insgesamt acht (8 !!!) Hochwasser im Jahre 1981 wurde das "alte Luftbad (Gebäude)" erheblich beschädigt                                   und der Verein beantragte bei der Stadt den Bau eines neuen Gebäudes.                                                                                Der Mitgliederstand wuchs im Jahre 1982 auf über 150 Mitglieder.

Eine erste öffentliche Ausstellung des FV Laatzen bei der Firma Ratio hatte Riesenerfolg.

Durch eine Busfahrt nach Bad Zwischenahn inspiriert, wurde von nun an jährlich ein Aalessen mit großem Erfolg                                  im Wiesendachhaus fortgeführt.

Durch dauernde, intensive Forderungen nach einem neuen Vereinshaus wurde am 02.07.1983 der erste Spatenstich                                     für das Fundament und am 03.09.1983 durch Bürgermeister Lecke die Grundsteinlegung durchgeführt.

Das Wiesendachhaus entsteht durch eigene Kraft des FV Laatzen und wird am 15.07.1984 nach 1-jähriger Bauzeit eingeweiht. 

Von 1984 bis 1985 entsteht das Nebengebäude in Eigenarbeit. Maßgeblich am Entstehen der Gebäude                                                          hat neben den Mitgliedern das mittlerweile verstorbene Ehrenmitglied Herbert Kaminski mitgewirkt,                                             der als "Polier" die Arbeiten überwacht hat.

Durch den Zusammenschluss der Vereine "Fischereiverein Laatzen" und "Südliche Leineaue"                                                   vergrößerte sich die Wasserfläche um den "Krollschen Teich".

Der erste Kauf eine Gewässers steht 1988 an: der "Sperberteich".

Eine hochtoxische Einleitung vom Messegelände in den "Sportteich" ruft 1988 ein großes Fischsterben hervor.

Im Jahr 1990 ist die Mitgliederzahl 200 erreicht worden.                                                                                                                               Die Gewässer "Wiesenteich", "Bruchriede", "Marktteich" und "Teufelskuhle" werden nur noch für Naturschutzmaßnahmen freigegeben.

Am 25.09.1993 wurde das 25-jährige Jubiläum mit einer Ausstellung des FV Laatzen und NABU                                                         im Wiesendachhaus unter dem Motto "Angelfischer und Naturschützer" gefeiert.                                                                                        Ein neuer Teich, "Behrenssee", wird in Barnten gepachtet. Es handelt sich um ein tiefes Kiesgewässer.                                           Weitere Kiesgewässer wurden gepachtet, um auch Verlandungsproblemen entgegenzuwirken.

Im Jahr 1996 konnte der FV Laatzen ein ca. 9 ha großes Gewässer in Koldinger Raum, den sog. "Bergmannschen Teich", kaufen.

Insgesamt verfügt er derzeitig über ca. 87 ha Wasserfläche: Flachwasserteiche, Kiesteiche und Fließgewässer.

Im Jahr 2008 hat der Verein sein 40-jähriges Bestehen gefeiert.
Nach der Pachtung des Strendhorstsee, hatte der FV Laatzen die Möglichkeit, dieses Gewässer zu erwerben.                                                      Im Jahre 2010 war es dann soweit: das 5,5 ha große Gewässer wurde erworben.                                                                                                Bei der Pachtung und dem Kauf von neuen Gewässern hatte sich der FV Laatzen festgelegt,                                                                          nur solche neuen Gewässer zu bewirtschaften, die  1. aus entstandenen tiefen Gewässern (z.B. Kies) bestehen                                               und 2. für alle Mitglieder gut erreichbar sind.

So war es erfreulich, dass wir von einem langjährigen Vereinsmitglied schon ein paar Jahre später drei weitere Kiesgewässer

(Bremer Teich, Schliekumer See und Wiedeholzsee), die sich an den Strendhorstsee anschließen, pachten konnten.

Mit insgesamt ca. 25 ha bietet dieses in der Natur liegende Gewässerareal  für alle „Petrifreunde“ die idealen Bedingungen.

Bei dem 2018 stattfindenden 50-ig jährigem Vereinsbestehen konnte der Vorstand neben vielen Mitgliedern                                     und Gästen den Regionspräsidenten Jagau, den Bürgermeister Köhne                                                                                   und die Präsidenten unserer Nachbarvereine, FV Hannover- Heinz Pyker und SAV Hannover-Jörg Bühring, begrüßen.                                Beide gaben übereinstimmend zu, dass es  in diesem „kleiner Verein Spaß macht, Mitglied zu sein“.                                                 Insgesamt verfügt er derzeitig über ca. 87 ha Wasserfläche: Flachwasserteiche, Kiesteiche und Fließgewässer.

Der Mitgliederstand ist derzeit auf ca. 320 Mitglieder (davon 215 aktive, 90 passive und 15 jugendliche Mitglieder) herangewachsen. Perspektivisch sollen weitere Gewässer in das Eigentum des Vereines übernommen werden.


Klaus Kurtz
1. Vorsitzender